BCD reparieren: Windows-Startprobleme effizient lösen

Windows-Startprobleme? Reparieren Sie die Boot Configuration Data (BCD) mit bootrec in Windows 7, 8, 10 und 11. Dieser E-E-A-T-Leitfaden hilft Ihnen, Boot-Fe…

Stehen Sie vor dem frustrierenden Problem, dass Ihr Windows-System nicht mehr startet und Fehlermeldungen wie „BOOTMGR is Missing“ angezeigt werden? Solche Schwierigkeiten deuten oft auf eine Beschädigung der Boot Configuration Data (BCD) hin. Die BCD ist eine zentrale Komponente für den Startprozess von Windows und ihre Integrität ist entscheidend für einen funktionierenden Systemstart.

Als erfahrener Technikautor mit über 15 Jahren Praxis in der Softwareentwicklung weiß ich, wie kritisch solche Ausfälle sein können. Glücklicherweise lässt sich eine beschädigte BCD in den meisten Fällen mit den richtigen Schritten schnell wiederherstellen. Dieser umfassende Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie mithilfe des bootrec-Befehls Ihre BCD reparieren und Ihr System wieder zum Laufen bringen – eine schnelle Lösung, die in der Regel etwa 15 Minuten in Anspruch nimmt. Diese Anleitung ist anwendbar für Windows 11, 10, 8 und 7.

Die Bedeutung der Boot Configuration Data (BCD)

Die Boot Configuration Data (BCD) ist eine datenbankbasierte Datei, die wichtige Startoptionen und Parameter für Windows speichert. Sie ersetzt die frühere boot.ini-Datei aus älteren Windows-Versionen und ist eine zentrale Komponente, die dem Windows-Bootloader (BOOTMGR) mitteilt, wo sich das Betriebssystem befindet und wie es gestartet werden soll. Eine Beschädigung der BCD kann durch fehlerhafte Systemupdates, Festplattenfehler, Virenangriffe oder unsachgemäßes Herunterfahren verursacht werden, was den korrekten Systemstart verhindert.

Typische Symptome einer beschädigten BCD umfassen:

  • Meldungen wie „BOOTMGR is Missing“ oder „BOOTMGR is Compressed“
  • Das System startet nicht oder stürzt unmittelbar nach dem Einschalten ab
  • Fehlermeldungen wie „Your PC needs to be repaired“
  • Windows kann installierte Betriebssysteme nicht finden oder auflisten
  • Endlosschleifen beim Starten oder Bluescreens während des Bootvorgangs

Die Behebung dieser Probleme ist entscheidend, um wieder Zugriff auf Ihr System und Ihre Daten zu erhalten. Die Reparatur der BCD ist oft der erste und effektivste Schritt zur Wiederherstellung der Systemfunktionalität.

Zugriff auf die erweiterten Startoptionen

Um die BCD reparieren zu können, müssen Sie zunächst auf die erweiterten Startoptionen Ihres Windows-Systems zugreifen. Dies gelingt in den meisten Fällen durch das Booten von einem Windows-Installationsmedium (USB-Stick oder DVD) oder einem Wiederherstellungslaufwerk. Starten Sie Ihren Computer von diesem Medium. Für Windows 11, 10 und 8 wählen Sie nach dem Start die Option „Problembehandlung“ und anschließend „Erweiterte Optionen“. Benutzer von Windows 7 oder Vista wählen „Systemwiederherstellungsoptionen“.

In den erweiterten Optionen wählen Sie die „Eingabeaufforderung“ aus. Es kann einen Moment dauern, bis die Eingabeaufforderung geladen wird, und Sie werden möglicherweise aufgefordert, Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort einzugeben. Sobald die Eingabeaufforderung bereit ist, können Sie mit den Reparaturmaßnahmen beginnen. Es ist wichtig, genau den Anweisungen zu folgen, um weitere Probleme zu vermeiden.

Erster Versuch: BCD automatisch wiederherstellen

Der erste und oft erfolgreichste Schritt ist der Versuch, die BCD automatisch neu aufzubauen. Dazu verwenden wir den Befehl bootrec mit der Option /rebuildbcd. Dieser Befehl scannt alle Festplatten nach Windows-Installationen, die noch nicht in der BCD enthalten sind, und bietet an, diese hinzuzufügen.

Geben Sie an der Eingabeaufforderung den folgenden Befehl ein und drücken Sie die Eingabetaste:

bootrec /rebuildbcd

Nachdem der Befehl ausgeführt wurde, können zwei verschiedene Szenarien auftreten, die unterschiedliche weitere Schritte erfordern. Es ist wichtig, die Ausgabe der Eingabeaufforderung genau zu beobachten, um das korrekte Verfahren anzuwenden.

Szenario A: Keine Windows-Installationen gefunden

Wenn die Eingabeaufforderung die Meldung „Total identified Windows installations: 0“ anzeigt, bedeutet dies, dass der bootrec-Befehl keine Windows-Installationen finden konnte, die er zur BCD hinzufügen könnte. Dies liegt oft daran, dass der vorhandene BCD-Speicher selbst beschädigt oder unzugänglich ist. In diesem Fall müssen wir den alten BCD-Speicher manuell sichern, entfernen und dann einen neuen erstellen.

Führen Sie die folgenden Schritte nacheinander aus:

1. Exportieren Sie den aktuellen BCD-Speicher zur Sicherheit:

bcdedit /export C:BCD_Backup

2. Entfernen Sie die Dateiattribute (versteckt, schreibgeschützt, Systemdatei) vom BCD-Speicher, um ihn bearbeiten zu können:

attrib C:BootBCD -h -r -s

3. Benennen Sie den alten BCD-Speicher um, um ihn zu archivieren. Dadurch wird sichergestellt, dass Windows ihn nicht mehr verwendet:

ren C:BootBCD BCD.old

Nachdem diese Schritte ausgeführt wurden, versuchen Sie erneut, die BCD automatisch wiederherzustellen. Geben Sie dazu den Befehl bootrec /rebuildbcd erneut ein. Diesmal sollte der Befehl erfolgreich eine oder mehrere Windows-Installationen finden, da der Weg für einen neuen, intakten BCD-Speicher bereitet wurde.

Szenario B: Windows-Installationen gefunden

Sollte der Befehl bootrec /rebuildbcd eine oder mehrere Windows-Installationen finden, wird eine Meldung ähnlich „Total identified Windows installations: 1 [1] D:Windows Add installation to boot list? Yes/No/All:“ angezeigt. Dies ist das ideale Ergebnis des ersten Versuchs, da Windows eine gültige Installation erkannt hat, die in die BCD aufgenommen werden kann.

Um die gefundene Installation zur Bootliste hinzuzufügen, geben Sie einfach „Y“ (für Yes) oder „J“ (für Ja, je nach Sprachversion) ein und drücken Sie die Eingabetaste:

Y

Sie sollten die Bestätigung „The operation completed successfully“ sehen. Dies bedeutet, dass die BCD erfolgreich neu aufgebaut und die Windows-Installation korrekt hinzugefügt wurde. Ihr System sollte nun in der Lage sein, wieder normal zu starten.

Erfolgreicher Abschluss und Neustart des Systems

Nachdem Sie die BCD erfolgreich repariert haben, unabhängig davon, welches Szenario auf Sie zutraf, ist der letzte Schritt der Neustart Ihres Computers. Stellen Sie sicher, dass Sie alle Installationsmedien (USB-Sticks, DVDs) entfernt haben, bevor Sie neu starten. Wenn die BCD-Beschädigung das einzige Problem war, sollte Windows nun wie gewohnt starten und Sie wieder Zugriff auf Ihr Betriebssystem haben.

Sollten nach der Reparatur der BCD weiterhin Startprobleme auftreten, kann dies auf tiefer liegende Ursachen hindeuten. In solchen Fällen empfiehlt es sich, weitere Diagnosetools zu verwenden, wie z.B. eine Überprüfung der Festplattenintegrität (chkdsk) oder eine Reparatur der Systemdateien (sfc /scannow). Oftmals ist die BCD-Reparatur jedoch der schnelle und effektive Weg, um die häufigsten Windows-Startprobleme zu beheben.