In der Ära des exponentiellen Datenwachstums sind traditionelle Machine-Learning-Modelle, die auf strukturierten Daten basieren, oft unzureichend, um die Komplexität realer Phänomene abzubilden. Hier kommen Graph Neural Networks (GNN) ins Spiel, eine revolutionäre Klasse von neuronalen Netzen, die speziell dafür entwickelt wurden, die reichhaltigen Beziehungen und Strukturen in Graphen zu erfassen und zu verarbeiten. Diese spezialisierten neuronalen Netze erweitern das Deep Learning auf unstrukturierte Daten und ermöglichen es, tiefe Einsichten aus vernetzten Informationen zu gewinnen, von sozialen Netzwerken bis hin zu Molekülstrukturen. Entwickler, Datenwissenschaftler und Technologiebegeisterte, die nach umfassenden Informationen über die Funktionsweise und Anwendungen von GNNs suchen, finden hier eine detaillierte Auseinandersetzung mit diesem spannenden Forschungsgebiet.
Dieser Artikel beleuchtet die Kernkonzepte hinter grafischen neuronalen Netzen, beginnend mit den fundamentalen Prinzipien der Graphentheorie und der Notwendigkeit von GNNs zur Verarbeitung komplexer, unstrukturierter Daten. Wir werden die zentrale „Message Passing“-Technik detailliert erklären, verschiedene GNN-Architekturen wie Graph Convolutional Networks (GCNs) und Graph Attention Networks (GATs) vorstellen und anhand praktischer Beispiele die vielfältigen Anwendungsbereiche, von Empfehlungssystemen bis zur Arzneimittelentdeckung, aufzeigen. Ziel ist es, ein tiefgehendes Verständnis zu vermitteln und Ihnen die Werkzeuge an die Hand zu geben, um die Leistungsfähigkeit von GNN-Modellen voll auszuschöpfen.
Grundlagen von Graph Neural Networks (GNN)

Graph Neural Networks (GNNs) stellen eine signifikante Weiterentwicklung im Bereich des Machine Learning dar, insbesondere im Kontext von Deep Learning, indem sie die Verarbeitung von Daten in Graphenstrukturen ermöglichen. Während herkömmliche neuronale Netze wie Convolutional Neural Networks (CNNs) für Gitterdaten (Bilder) und Recurrent Neural Networks (RNNs) für sequentielle Daten (Texte) optimiert sind, stoßen sie bei der Verarbeitung von Graphen – hochkomplexen und unstrukturierten Datentypen – an ihre Grenzen. GNNs schließen diese Lücke, indem sie die inhärente Struktur von Graphen, bestehend aus Entitäten und ihren Beziehungen, direkt in ihren Lernprozess integrieren. Dies ist entscheidend für Aufgaben, bei denen die Verbindungen zwischen Datenpunkten ebenso wichtig sind wie die Datenpunkte selbst, beispielsweise in sozialen Netzwerken, molekularer Chemie oder Verkehrssystemen. Die Entwicklung von GNNs ist eine direkte Antwort auf die wachsende Verfügbarkeit und Bedeutung von vernetzten Datenstrukturen in der KI.
Die Fähigkeit von GNNs, die Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen Knoten und Kanten zu modellieren, eröffnet neue Möglichkeiten für komplexe Problemlösungen. Sie lernen repräsentative Vektoren, sogenannte Embeddings, für Knoten und/oder Kanten zu generieren, die die lokalen und globalen Eigenschaften des Graphen kodieren. Diese Embeddings können dann für nachgeschaltete Machine-Learning-Aufgaben verwendet werden, wie die Klassifizierung von Knoten, die Vorhersage von Kanten oder die Klassifizierung ganzer Graphen. Das Verständnis dieser fundamentalen Konzepte ist der Schlüssel, um die Funktionsweise grafischer neuronaler Netze und deren breites Anwendungsspektrum zu erfassen.
Was ist ein Graph? Eine tiefere Betrachtung

Ein Graph ist eine grundlegende Datenstruktur, die eine Menge von Objekten – genannt Knoten (Nodes) oder Vertices – und die Beziehungen zwischen diesen Objekten – genannt Kanten (Edges) oder Links – darstellt. Formal wird ein Graph G als ein Paar (V, E) definiert, wobei V die Menge der Knoten und E die Menge der Kanten ist. Die Kanten können dabei unterschiedliche Eigenschaften aufweisen:
- Ungerichtete Graphen: Hier haben die Kanten keine spezifische Richtung. Eine Kante zwischen Knoten A und B bedeutet, dass A und B in Beziehung stehen, aber die Beziehung ist symmetrisch (z. B. Freundschaft in einem sozialen Netzwerk).
- Gerichtete Graphen: Kanten besitzen eine Richtung, die den Fluss oder die Asymmetrie einer Beziehung anzeigt (z. B. „folgt“ auf Twitter, von A nach B, aber nicht unbedingt umgekehrt).
- Gewichtete Graphen: Kanten können Gewichte haben, die die Stärke, Kosten oder Distanz einer Beziehung darstellen (z. B. Bandbreite einer Netzwerkverbindung oder Entfernungen zwischen Städten in einem Transportnetzwerk).
- Homogene Graphen: Alle Knoten und Kanten sind vom gleichen Typ.
- Heterogene Graphen: Knoten und/oder Kanten können unterschiedliche Typen haben, was komplexere Beziehungen abbildet (z. B. ein Wissensgraph mit Personen, Organisationen, Produkten und verschiedenen Arten von Beziehungen dazwischen).
Graphen sind extrem vielseitig und modellieren Phänomene wie Verkehrsnetze, molekulare Strukturen (Atome als Knoten, chemische Bindungen als Kanten), soziale Interaktionsmuster oder sogar das World Wide Web (Webseiten als Knoten, Hyperlinks als Kanten). Die Fähigkeit, diese komplexen Strukturen zu verstehen und zu analysieren, ist der Kern der Graphenanalyse und ein entscheidender Faktor für die Effektivität von GNNs.
Ein entscheidendes Konzept für GNNs sind Merkmalsvektoren, auch bekannt als Embeddings. Diese numerischen Darstellungen erfassen alle relevanten Informationen über einen Graphen, seine Struktur und seine Beziehungen in einem dichten Vektorraum. Es gibt primär zwei Arten von Embeddings in Graphen:
- Knoteneinbettungen (Node Embeddings): Diese Vektoren repräsentieren die Eigenschaften und die Position jedes einzelnen Knotens im Graphen. Sie können lokale Strukturinformationen (z.B. die Nachbarschaft des Knotens) sowie globale Eigenschaften (z.B. seine Rolle im gesamten Graphen) kodieren.
- Kanteneinbettungen (Edge Embeddings): Diese Vektoren modellieren die Eigenschaften der Beziehungen zwischen den Knoten. Sie können Attribute wie die Art der Verbindung oder deren Stärke repräsentieren.
Die Qualität dieser Embeddings ist entscheidend für die Leistungsfähigkeit von GNNs, da sie die rohen Graphendaten in ein Format übersetzen, das von standardmäßigen Machine-Learning-Algorithmen verarbeitet werden kann. Das Ziel der GNNs ist es, diese Embeddings auf eine Weise zu lernen, die die Semantik und Topologie des Graphen bestmöglich widerspiegelt.
Funktionsweise grafischer neuronaler Netze: Message Passing im Detail
Die Kerninnovation hinter der Funktionsweise grafischer neuronaler Netze ist die Technik des „Message Passing“ (Nachrichtenübertragung). Dieses Paradigma ermöglicht es jedem Knoten, Informationen von seinen direkten Nachbarn und über deren Kanten zu aggregieren und seine eigene Repräsentation, das Knoteneinbettung, iterativ zu aktualisieren. Dies geschieht in Schichten, ähnlich wie bei traditionellen neuronalen Netzen, aber mit einer graphenspezifischen Interaktion. Das Ziel ist es, dass jeder Knoten am Ende des Prozesses ein Feature-Vektor besitzt, der nicht nur seine eigenen ursprünglichen Merkmale, sondern auch die Merkmale seiner Nachbarn und die Eigenschaften der Verbindungen in seiner erweiterten Umgebung widerspiegelt. So lernt jeder Knoten effektiv aus seinem Kontext im Graphen.
Der Prozess lässt sich in zwei Hauptschritte pro Iteration (Schicht) unterteilen:
- Nachrichten senden (Message Generation): Jeder Knoten generiert eine „Nachricht“ basierend auf seinem aktuellen Embedding und den Eigenschaften der Kante zu jedem seiner Nachbarn. Diese Nachricht kann eine Transformation seines eigenen Embeddings oder eine Kombination aus seinem Embedding und Kanteneigenschaften sein.
- Nachrichten aggregieren und aktualisieren (Aggregation & Update): Jeder Knoten empfängt Nachrichten von all seinen Nachbarn. Diese Nachrichten werden dann mithilfe einer Aggregationsfunktion (z.B. Summe, Durchschnitt, Maximum) zusammengefasst. Das Ergebnis der Aggregation wird zusammen mit dem ursprünglichen (oder dem vorherigen) Embedding des Knotens durch eine Update-Funktion (oft ein Nichtlinearitätslayer oder ein kleines neuronales Netz) verarbeitet, um ein neues, aktualisiertes Knoteneinbettung zu erzeugen.
Dieser „Message Passing“-Zyklus wird über mehrere Schichten hinweg wiederholt. Mit jeder Schicht kann ein Knoten Informationen von immer weiter entfernten Nachbarn aufnehmen, wodurch sein „rezeptives Feld“ im Graphen erweitert wird. Nach L Schichten enthält das Embedding eines Knotens Informationen aus seiner L-Hop-Nachbarschaft. Eine wesentliche Eigenschaft dieser Funktionen ist die Permutationsinvarianz: Die Reihenfolge, in der die Nachrichten von den Nachbarn aggregiert werden, sollte das Ergebnis nicht beeinflussen. Dies wird durch symmetrische Aggregationsfunktionen wie Summe oder Durchschnitt gewährleistet.
# Pseudocode für Message Passing in einer GNN-Schicht
# Angenommen:
# h_v^(l) ist das Embedding des Knotens v in Schicht l
# x_u ist der ursprüngliche Merkmalsvektor des Knotens u
# E_vu sind Kanteneigenschaften zwischen v und u
def message_passing_layer(graph, node_embeddings_prev_layer):
node_embeddings_current_layer = {}
for v in graph.nodes():
messages_from_neighbors = []
for u in graph.neighbors(v):
# 1. Nachrichtengenerierung
# Beispiel: Transformation des Nachbarembeddings
# message_u_to_v = W_msg node_embeddings_prev_layer[u] + b_msg
# Oder komplexer, unter Einbeziehung von Kanteneigenschaften E_vu
message_u_to_v = transform_message(node_embeddings_prev_layer[u], E_vu_if_exists)
messages_from_neighbors.append(message_u_to_v)
# 2. Aggregation
# Beispiel: Summe der Nachrichten
aggregated_message = sum_aggregation(messages_from_neighbors)
# Oder durchschnittliche Aggregation
# aggregated_message = mean_aggregation(messages_from_neighbors)
# 3. Update-Funktion
# Beispiel: Kombiniere aggregierte Nachrichten mit dem eigenen Embedding
# und wende eine nichtlineare Transformation an (z.B. ReLU, Sigmoid)
updated_embedding_v = update_function(node_embeddings_prev_layer[v], aggregated_message)
node_embeddings_current_layer[v] = updated_embedding_v
return node_embeddings_current_layer
def transform_message(neighbor_embedding, edge_features=None):
# Einfache lineare Transformation
return neighbor_embedding @ W_message + b_message
def sum_aggregation(messages):
return sum(messages) # Elementweise Summe
def update_function(self_embedding, aggregated_message):
# Beispiel: Konkatenation und Multi-Layer Perceptron (MLP)
combined = concatenate(self_embedding, aggregated_message)
return ReLU(W_update @ combined + b_update)
# Initialisierung: h_v^(0) = x_v für alle Knoten v
# Dann:
# h_v^(1) = message_passing_layer(graph, h_v^(0))
# h_v^(2) = message_passing_layer(graph, h_v^(1))
# ...
# h_v^(L) = message_passing_layer(graph, h_v^(L-1))
Das Training von Graph Neural Networks erfolgt analog zu anderen neuronalen Netzen. Initial werden den Gewichten der GNN-Schichten zufällige Werte zugewiesen. Anschließend werden diese Gewichte mithilfe einer Verlustfunktion (Kostenfunktion) angepasst, die das Ergebnis des GNNs mit den tatsächlichen Labels des Trainingsdatensatzes vergleicht und die Abweichung minimiert. Dies geschieht in der Regel über Gradientenabstiegsalgorithmen und Backpropagation. Die Message-Passing-Funktionen sind so konzipiert, dass die Gradienten effizient durch die Graphenstruktur propagiert werden können, um die Gewichte in den versteckten Schichten der GNNs anzupassen und somit das Modell zu optimieren.
# Python Beispiel mit PyTorch Geometric (einem GNN-Framework)
import torch
import torch.nn.functional as F
from torch_geometric.nn import GCNConv # Graph Convolutional Network Layer
from torch_geometric.data import Data
# Beispiel-Graph erstellen (Adjazenzliste)
edge_index = torch.tensor([[0, 1, 1, 2, 2, 3, 3, 0],
[1, 0, 2, 1, 3, 2, 0, 3]], dtype=torch.long)
# 4 Knoten, 2 Merkmale pro Knoten
x = torch.tensor([[-1, 1], [0, 0], [1, -1], [2, 2]], dtype=torch.float)
# Datenobjekt für PyTorch Geometric
data = Data(x=x, edge_index=edge_index)
# GNN Modell definieren
class SimpleGCN(torch.nn.Module):
def __init__(self, num_node_features, hidden_channels, num_classes):
super().__init__()
# Erste GCN-Schicht
self.conv1 = GCNConv(num_node_features, hidden_channels)
# Zweite GCN-Schicht
self.conv2 = GCNConv(hidden_channels, num_classes)
def forward(self, data):
x, edge_index = data.x, data.edge_index
# Message Passing in Schicht 1
x = self.conv1(x, edge_index)
x = F.relu(x) # Aktivierungsfunktion
x = F.dropout(x, training=self.training) # Regularisierung
# Message Passing in Schicht 2
x = self.conv2(x, edge_index)
return F.log_softmax(x, dim=1) # Log-Softmax für Klassifizierung
# Modell initialisieren
model = SimpleGCN(num_node_features=data.num_node_features, hidden_channels=16, num_classes=2)
print("Modellarchitektur:n", model)
# Beispiel-Label für Knotenklassifizierung
# Knoten 0 und 1 gehören zu Klasse 0, Knoten 2 und 3 zu Klasse 1
data.y = torch.tensor([0, 0, 1, 1], dtype=torch.long)
# Trainingsprozess (vereinfacht)
optimizer = torch.optim.Adam(model.parameters(), lr=0.01)
criterion = torch.nn.NLLLoss() # Negativer Log-Likelihood Verlust
def train():
model.train() # Setzt das Modell in den Trainingsmodus
optimizer.zero_grad() # Setzt Gradienten auf Null
out = model(data) # Forward Pass
loss = criterion(out, data.y) # Verlust berechnen
loss.backward() # Backpropagation
optimizer.step() # Gewichte aktualisieren
return loss
# Durchführung einiger Trainings-Epochen
for epoch in range(50):
loss = train()
if epoch % 10 == 0:
print(f'Epoch {epoch:03d}, Loss: {loss:.4f}')
# Modell evaluieren (vereinfacht)
def evaluate():
model.eval() # Setzt das Modell in den Evaluierungsmodus
out = model(data)
pred = out.argmax(dim=1) # Vorhersage der Klasse
accuracy = (pred == data.y).sum().item() / data.num_nodes
print(f'Accuracy: {accuracy:.4f}')
evaluate()
Zusätzlich zum Message Passing kommt bei GNNs auch die Technik des Pooling zum Einsatz. Pooling ist eine Methode, um die Größe der Graphenrepräsentation zu reduzieren und gleichzeitig wichtige Informationen beizubehalten, ähnlich wie im Bereich der Convolutional Neural Networks (CNNs). Nach mehreren Iterationen des Message Passing können die Knoteneinbettungen sehr reichhaltig an Informationen sein, aber die direkte Verarbeitung großer Graphen kann rechnerisch sehr aufwendig sein. Pooling-Operationen helfen, eine globale Einbettung für eine Region oder den gesamten Graphen zu erzeugen, indem sie eine Kombination der Knoteneinbettungen innerhalb dieses Bereichs bilden (z.B. durch max-pooling, mean-pooling oder komplexere hierarchische Pooling-Mechanismen). Dies verbessert nicht nur die Skalierbarkeit der Modelle, sondern kann auch dazu beitragen, hierarchische Merkmale im Graphen zu erfassen und zu generalisieren.
Verschiedene GNN-Architekturen und ihre Eigenschaften
Die Welt der GNNs ist reich an unterschiedlichen Architekturen, die jeweils einzigartige Ansätze zur Aggregation und Transformation von Informationen in Graphen verfolgen. Die Wahl der Architektur hängt stark von der spezifischen Problemstellung und den Eigenschaften des zugrundeliegenden Graphen ab. Im Folgenden werden die bekanntesten GNN-Architekturen detailliert vorgestellt.
Message Passing Graph Neural Networks (MPGNN)
MPGNNs bilden die grundlegende Kategorie von GNNs, die das bereits besprochene „Message Passing“-Paradigma explizit nutzen. Sie sind oft ein Oberbegriff für Modelle, die in jeder Schicht Nachrichten von Nachbarknoten sammeln, aggregieren und dann ihre eigenen Knotenrepräsentationen aktualisieren. Die allgemeine Formel für eine MPGNN-Schicht kann wie folgt aussehen:
Nachrichtenfunktion (Message Function):
m_{uv}^{(l)} = text{MESSAGE}^{(l)}(h_u^{(l-1)}, h_v^{(l-1)}, e_{uv})Aggregationsfunktion (Aggregation Function):
m_v^{(l)} = text{AGGREGATE}^{(l)}({m_{uv}^{(l)} | u in mathcal{N}(v)})Update-Funktion (Update Function):
h_v^{(l)} = text{UPDATE}^{(l)}(h_v^{(l-1)}, m_v^{(l)})
Hierbei ist h_v^{(l)} das Embedding des Knotens v in Schicht l, e_{uv} repräsentiert die Eigenschaften der Kante zwischen u und v, und mathcal{N}(v) ist die Menge der Nachbarn von Knoten v. Die Funktionen MESSAGE, AGGREGATE und UPDATE sind typischerweise parametrisierte neuronale Netze (z.B. MLPs) oder einfache mathematische Operationen (z.B. Summe, Mittelwert). MPGNNs sind ein flexibler Rahmen, der viele spezifischere GNN-Architekturen als Unterkategorien umfasst.
Graph Convolutional Neural Networks (GCNNs oder GCNs)

Graph Convolutional Neural Networks sind eine der einflussreichsten GNN-Architekturen und können als eine Verallgemeinerung von Faltungsschichten (Convolutional Layers) aus CNNs für graphenstrukturierte Daten betrachtet werden. Anstatt auf einem regelmäßigen Gitter (wie Pixel in einem Bild) zu operieren, wenden GCNs eine Faltung auf die Nachbarschaft jedes Knotens an. Dies ermöglicht es, lokale Muster in der Graphentopologie zu erkennen. Die Aktualisierung der Knoteneinbettung in einer GCN-Schicht lässt sich oft wie folgt formulieren:
# Formel für eine GCN-Schicht (vereinfacht nach Kipf & Welling)
# H^(l+1) = sigma(D^(-1/2) A D^(-1/2) H^(l) W^(l))
# Dabei ist:
# H^(l) : Matrix der Knoteneinbettungen der l-ten Schicht
# H^(l+1) : Matrix der Knoteneinbettungen der (l+1)-ten Schicht
# A : Adjazenzmatrix des Graphen (oft mit hinzugefügten Selbstschleifen für jeden Knoten)
# D : Gradmatrix des Graphen (Diagonalmatrix, die den Grad jedes Knotens enthält)
# W^(l) : Gewichtungsmatrix der l-ten Schicht (trainierbare Parameter)
# sigma : Aktivierungsfunktion (z.B. ReLU)
# Dies kann interpretiert werden als:
# 1. Hinzufügen von Selbstschleifen zur Adjazenzmatrix (A_hat = A + I)
# 2. Normalisierung durch die reziproke Wurzel der Gradmatrix (D_hat^(-1/2))
# 3. Mittelwertbildung der Nachbarembeddings
# 4. Lineare Transformation mit W^(l)
# 5. Anwendung einer nichtlinearen Aktivierungsfunktion
GCNs aggregieren Informationen von benachbarten Knoten, indem sie eine gewichtete Summe ihrer Feature-Vektoren bilden. Die Gewichte werden dabei oft durch die Topologie des Graphen (z.B. normalisierte Adjazenzmatrix) und trainierbare Parameter bestimmt. Dies erlaubt es GCNs, effektive Knoteneinbettungen für Graphen zu erlernen, die für nachgeschaltete Aufgaben verwendet werden können.
Graph Attention Networks (GATs)
Graph Attention Networks (GATs) führen das Konzept der Aufmerksamkeitsmechanismen in GNNs ein. Im Gegensatz zu GCNs, die feste oder topologieabhängige Gewichte für die Nachbaraggregation verwenden, lernen GATs dynamisch, welche Nachbarn für die Aktualisierung eines Knotens am wichtigsten sind. Für jedes Knotenpaar wird ein „Aufmerksamkeitswert“ berechnet, der die Bedeutung der Informationsübertragung zwischen diesen beiden Knoten darstellt. Dies ermöglicht es GATs, sich auf relevantere Nachbarn zu konzentrieren und gleichzeitig das Problem des „Over-Smoothing“ (bei dem alle Knoten in einem Graphen nach vielen Schichten zu ähnlichen Embeddings konvergieren) zu mindern.
# Pseudocode für eine GAT-Schicht
# Angenommen:
# h_i^(l) ist das Embedding des Knotens i in Schicht l
# W^(l) ist die Gewichtungsmatrix der l-ten Schicht
# a ist ein trainierbarer Aufmerksamkeitsvektor (oder kleines MLP)
def gat_layer(graph, node_embeddings_prev_layer):
node_embeddings_current_layer = {}
for i in graph.nodes():
# Lineare Transformation der Knotenmerkmale
transformed_h_i = node_embeddings_prev_layer[i] @ W_linear
attention_scores = {}
for j in graph.neighbors(i):
transformed_h_j = node_embeddings_prev_layer[j] @ W_linear
# Berechnung des unnormalisierten Aufmerksamkeitswerts e_ij
# Beispiel: e_ij = LeakyReLU(a_vec^T [transformed_h_i || transformed_h_j])
e_ij = calculate_attention_score(transformed_h_i, transformed_h_j, attention_parameters)
attention_scores[j] = e_ij
# Softmax-Normalisierung der Aufmerksamkeitswerte
# alpha_ij = softmax_over_neighbors(attention_scores, i)
alpha_ij_normalized = normalize_attention(attention_scores.values())
# Aggregation der Nachbarembeddings gewichtet mit Aufmerksamkeit
aggregated_embedding = sum(alpha_ij (node_embeddings_prev_layer[j] @ W_linear)
for j, alpha_ij in zip(graph.neighbors(i), alpha_ij_normalized))
# Update-Funktion (oft identisch mit der Aggregation, optional mit Aktivierungsfunktion)
node_embeddings_current_layer[i] = activation_function(aggregated_embedding)
return node_embeddings_current_layer
# GATs verwenden oft Multi-Head Attention, um die Stabilität zu verbessern
# und verschiedene Aspekte der Nachbarschaft zu erfassen.
Die Fähigkeit von GATs, die Bedeutung von Nachbarknoten flexibel zu gewichten, macht sie besonders leistungsfähig für Aufgaben, bei denen lokale Kontexte variieren oder bestimmte Beziehungen wichtiger sind als andere. Dies ist ein entscheidender Vorteil bei der Analyse komplexer Graphenstrukturen.
Vielfältige Anwendungen von GNNs in der Praxis
Die Anwendungsbereiche von GNNs sind so breit gefächert wie die Graphenstrukturen, die sie verarbeiten können. Ihre Fähigkeit, tiefe Einsichten aus vernetzten Daten zu gewinnen, macht sie zu einem unverzichtbaren Werkzeug in vielen wissenschaftlichen und industriellen Domänen. Hier sind einige der prominentesten Einsatzgebiete:
Knotenklassifizierung (Node Classification)
Bei der Knotenklassifizierung geht es darum, jedem Knoten in einem Graphen ein Label oder eine Kategorie zuzuweisen, basierend auf seinen eigenen Merkmalen und denen seiner Nachbarn. GNNs sind hierfür ideal, da sie die strukturellen Informationen des Graphen nutzen, um die Klassifizierungsgenauigkeit zu verbessern. Ein klassisches Beispiel ist die Klassifizierung von Nutzern in sozialen Netzwerken nach ihren Interessen, politischen Ansichten oder Demografie, oft als Teil von Marketing- oder Empfehlungssystemen. Ein weiteres Beispiel könnte die Identifizierung von Spam-Accounts basierend auf ihren Verbindungen zu anderen Accounts sein.
# Beispiel: Knotenklassifizierung auf dem Cora-Datensatz (Zitationsnetzwerk)
# Ziel: Klassifizierung von wissenschaftlichen Artikeln in Kategorien basierend auf Zitaten und Artikel-Features
import torch
from torch_geometric.datasets import Planetoid
from torch_geometric.nn import GCNConv
import torch.nn.functional as F
# 1. Datensatz laden (Cora ist ein Zitationsnetzwerk)
dataset = Planetoid(root='/tmp/Cora', name='Cora')
data = dataset[0]
# 2. GCN-Modell für Knotenklassifizierung
class GCNNodeClassifier(torch.nn.Module):
def __init__(self, in_channels, hidden_channels, out_channels):
super().__init__()
self.conv1 = GCNConv(in_channels, hidden_channels)
self.conv2 = GCNConv(hidden_channels, out_channels)
def forward(self, x, edge_index):
x = self.conv1(x, edge_index)
x = F.relu(x)
x = F.dropout(x, training=self.training)
x = self.conv2(x, edge_index)
return F.log_softmax(x, dim=1)
# Modell initialisieren
model = GCNNodeClassifier(dataset.num_node_features, 16, dataset.num_classes)
optimizer = torch.optim.Adam(model.parameters(), lr=0.01, weight_decay=5e-4)
# 3. Training
def train_node_classification():
model.train()
optimizer.zero_grad()
out = model(data.x, data.edge_index)
# Verwende nur Trainingsknoten für den Verlust
loss = F.nll_loss(out[data.train_mask], data.y[data.train_mask])
loss.backward()
optimizer.step()
return loss
# 4. Evaluierung
def test_node_classification():
model.eval()
out = model(data.x, data.edge_index)
# Berechne Genauigkeit auf Testknoten
pred = out.argmax(dim=1)
correct = pred[data.test_mask] == data.y[data.test_mask]
acc = int(correct.sum()) / int(data.test_mask.sum())
return acc
# Trainingsschleife
for epoch in range(1, 201):
loss = train_node_classification()
if epoch % 20 == 0:
test_acc = test_node_classification()
print(f'Epoch: {epoch:03d}, Loss: {loss:.4f}, Test Accuracy: {test_acc:.4f}')
Klassifizierung von Graphen (Graph Classification)
Im Gegensatz zur Knotenklassifizierung, bei der einzelne Knoten klassifiziert werden, zielt die Klassifizierung von Graphen darauf ab, einem ganzen Graphen ein Label zuzuweisen. Dies ist relevant, wenn der Graph als eine einzige Entität betrachtet wird. Typische Anwendungsfälle sind die Vorhersage der pharmakologischen Eigenschaften eines Moleküls (durch einen Graphen dargestellte Atomstrukturen) oder die Klassifizierung von Protein-Protein-Interaktionsnetzwerken nach ihrer Funktion. GNNs lernen hierbei eine globale Repräsentation des gesamten Graphen, oft durch den Einsatz von Pooling-Operationen nach mehreren Message-Passing-Schichten.
Empfehlungssysteme (Recommender Systems)
GNNs revolutionieren Empfehlungssysteme, indem sie die komplexen Wechselwirkungen zwischen Nutzern und Elementen (Produkten, Filmen, Musik) als Graphen modellieren. Knoten können Nutzer und Produkte sein, und Kanten repräsentieren Interaktionen (z.B. Käufe, Bewertungen, Klicks). Durch die Analyse dieser Beziehungen können GNNs präzisere Empfehlungen aussprechen, indem sie die Präferenzen ähnlicher Nutzer oder die Eigenschaften ähnlicher Produkte berücksichtigen. Musik-Streaming-Dienste wie Spotify nutzen GNNs, um personalisierte Playlists oder Künstlerempfehlungen zu generieren, indem sie die Graphen der Nutzer-Hörhistorien und Künstlerbeziehungen analysieren.
Natural Language Processing (NLP)
Obwohl traditionell RNNs und Transformer-Modelle im Natural Language Processing (NLP) dominieren, finden GNNs zunehmend Anwendung, insbesondere wenn die semantischen Beziehungen zwischen Wörtern oder Sätzen graphenartig modelliert werden können. Beispielsweise können Dependency-Parse-Bäume (syntaktische Graphen von Sätzen) oder Wissensgraphen verwendet werden, um Kontextinformationen für Aufgaben wie Stimmungsanalyse, Textklassifizierung, Entitätserkennung oder sogar Maschinelle Übersetzung zu extrahieren. Ein GNN kann die Beziehungen zwischen Wörtern in einem Satz verstehen und so eine präzisere Stimmungsanalyse von Bewertungen durchführen, indem es die Interaktionen zwischen Adjektiven und den von ihnen modifizierten Substantiven berücksichtigt.
Vorhersage von Links (Link Prediction)
Die Vorhersage von Links ist eine zentrale Aufgabe in der Graphenanalyse, bei der es darum geht, ob eine Kante zwischen zwei bestimmten Knoten in der Zukunft wahrscheinlich existieren wird oder ob eine fehlende Kante in einem unvollständigen Graphen ergänzt werden sollte. GNNs zeichnen sich hier besonders aus, da sie lernen, wie sich Knoten im Embedding-Raum gruppieren, wenn sie verbunden sind. Anwendungen umfassen die Vorhersage von Freundschaften in sozialen Netzwerken, die Empfehlung von Geschäftspartnern, die Vorhersage von Protein-Interaktionen oder die Vervollständigung von Wissensgraphen.
# Konzeptueller Code für Link Prediction
# Erstelle Trainings- und Validierungs-Sets von Kanten (und Nicht-Kanten)
# Trainiere einen GNN, um Node Embeddings zu generieren
# Verwende ein Decodermodell, um die Wahrscheinlichkeit einer Kante zwischen zwei Embeddings zu berechnen
import torch
from torch_geometric.datasets import Planetoid
from torch_geometric.nn import GCNConv
from torch_geometric.utils import train_test_split_edges
import torch.nn.functional as F
# 1. Datensatz laden und Kanten für Link Prediction aufteilen
dataset = Planetoid(root='/tmp/Cora', name='Cora')
data = train_test_split_edges(dataset[0]) # Teilt Kanten in Trainings-, Validierungs- und Test-Sets
# 2. GCN Encoder
class GCNEncoder(torch.nn.Module):
def __init__(self, in_channels, hidden_channels, out_channels):
super().__init__()
self.conv1 = GCNConv(in_channels, hidden_channels)
self.conv2 = GCNConv(hidden_channels, out_channels)
def forward(self, x, edge_index):
x = self.conv1(x, edge_index)
x = F.relu(x)
x = self.conv2(x, edge_index)
return x # Gibt Node Embeddings aus
# 3. Decoder für Link Prediction
class EdgeDecoder(torch.nn.Module):
def forward(self, z, edge_index):
# Einfacher Decoder: Dot-Produkt der Node Embeddings
# sigmoid um Wahrscheinlichkeit zu erhalten
return torch.sigmoid((z[edge_index[0]] z[edge_index[1]]).sum(dim=1))
# Modell initialisieren
encoder = GCNEncoder(dataset.num_node_features, 128, 64) # Embeddings der Dimension 64
decoder = EdgeDecoder()
optimizer = torch.optim.Adam(list(encoder.parameters()) + list(decoder.parameters()), lr=0.01)
# Training der Link Prediction
def train_link_prediction(encoder, decoder, data, optimizer):
encoder.train()
decoder.train()
optimizer.zero_grad()
# Encoder generiert Embeddings auf Basis der Trainingskanten
z = encoder(data.x, data.train_pos_edge_index)
# Decoder sagt Wahrscheinlichkeiten für positive (bestehende) Kanten voraus
pos_score = decoder(z, data.train_pos_edge_index)
# Decoder sagt Wahrscheinlichkeiten für negative (nicht-bestehende) Kanten voraus
neg_score = decoder(z, data.train_neg_edge_index)
# Binäre Kreuzentropie für Link Prediction
loss = -torch.log(pos_score + 1e-15).mean() - torch.log(1 - neg_score + 1e-15).mean()
loss.backward()
optimizer.step()
return loss
# Evaluierung
@torch.no_grad() # Deaktiviert die Gradientenberechnung
def test_link_prediction(encoder, decoder, data):
encoder.eval()
decoder.eval()
z = encoder(data.x, data.train_pos_edge_index) # Nutze Trainingskanten für Embeddings
# Vorhersagen für Validierungspositionen und negative Kanten
pos_preds = decoder(z, data.val_pos_edge_index)
neg_preds = decoder(z, data.val_neg_edge_index)
# Berechne AUC (Area Under Curve)
from sklearn.metrics import roc_auc_score
y_true = torch.cat([torch.ones(pos_preds.shape[0]), torch.zeros(neg_preds.shape[0])]).cpu().numpy()
y_score = torch.cat([pos_preds, neg_preds]).cpu().numpy()
auc = roc_auc_score(y_true, y_score)
return auc
# Trainingsschleife
for epoch in range(1, 101):
loss = train_link_prediction(encoder, decoder, data, optimizer)
if epoch % 10 == 0:
val_auc = test_link_prediction(encoder, decoder, data)
print(f'Epoch: {epoch:03d}, Loss: {loss:.4f}, Val AUC: {val_auc:.4f}')
test_auc = test_link_prediction(encoder, decoder, data) # Endgültige Evaluierung auf dem Testset
print(f'Final Test AUC: {test_auc:.4f}')
Computer Vision
Im Bereich der Computer Vision ermöglichen GNNs eine neue Perspektive auf Bilddaten, indem sie diese als Graphen behandeln. Zum Beispiel können Objekte in einem Bild als Knoten und ihre räumlichen Beziehungen oder semantischen Abhängigkeiten als Kanten modelliert werden. Dies ist besonders nützlich für Aufgaben wie Objekterkennung in komplexen Szenen, Bildsegmentierung, oder auch zur Analyse von Videos, wo die Bewegung von Objekten als Zeitreihe von Graphen dargestellt werden kann. Bei der Zeichenerkennung könnten GNNs beispielsweise die Beziehungen zwischen einzelnen Pixeln oder Segmenten eines Zeichens analysieren, um dessen Identität zu bestimmen, selbst wenn es verzerrt ist.
Clustering
GNNs können auch effektiv für Clustering-Aufgaben eingesetzt werden. Durch die Erzeugung von Knoteneinbettungen, die die Ähnlichkeit der Knoten im Graphen widerspiegeln, ermöglichen GNNs eine natürliche Gruppierung ähnlicher Entitäten. Im idealen Embedding-Raum liegen Knoten, die eng miteinander verbunden sind oder ähnliche Eigenschaften aufweisen, nahe beieinander. Dies kann dann mit traditionellen Clustering-Algorithmen (wie K-Means oder DBSCAN) auf den gelernten Embeddings kombiniert werden, um hochqualitative Cluster zu identifizieren. Anwendungsbeispiele reichen vom Aufdecken von Gemeinschaften in sozialen Netzwerken bis zur Gruppierung ähnlicher Dokumente in einem Wissensgraphen.
Zusammenfassende Betrachtung und Ausblick

Graph Neural Networks (GNNs) haben sich als ein leistungsstarkes Werkzeug etabliert, um die inhärente Komplexität und Struktur von Graphendaten zu entschlüsseln. Ihre Fähigkeit, informationsreiche Knoteneinbettungen durch iterative Message-Passing-Mechanismen zu generieren, ermöglicht es ihnen, eine Vielzahl von anspruchsvollen Problemen in der Datenwissenschaft, Softwareentwicklung und Ingenieurwissenschaft zu lösen. Von der Verbesserung von Empfehlungssystemen und der präzisen Klassifizierung von Molekülen bis hin zur detaillierten Analyse von sozialen Netzwerken – die potenziellen Anwendungen von GNNs sind immens und wachsen stetig.
Die vorgestellten Architekturen, wie Message Passing Graph Neural Networks (MPGNNs), Graph Convolutional Neural Networks (GCNs) und Graph Attention Networks (GATs), bieten unterschiedliche Ansätze, um die Aggregation und Transformation von Informationen zu optimieren, wobei GATs durch ihre Aufmerksamkeitsmechanismen besonders flexibel sind. Obwohl sich GNNs noch in einer aktiven Forschungsphase befinden und neue GNN-Architekturen ständig entwickelt werden, ist ihr praktisches Potenzial bereits enorm. Entwickler, die sich mit der Verarbeitung unstrukturierter Daten oder dem Aufbau intelligenter Systeme auf Basis von Graphen befassen, sollten sich unbedingt mit diesen Modellen auseinandersetzen, um die nächsten Innovationsschritte in der künstlichen Intelligenz mitzugestalten.
Wir hoffen, dieser detaillierte Einblick in die Welt der Graph Neural Networks hat Ihr Interesse geweckt und wertvolle Erkenntnisse geliefert. Teilen Sie uns Ihre Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren mit oder entdecken Sie weitere spannende Artikel und Deep Learning Kurse auf unserem Blog, um Ihr Wissen im Bereich Machine Learning und neuronaler Netze weiter zu vertiefen.







Sehr interessant, aber was kostet das Ganze? Gibt es hier Lizenzgebühren, Abonnementmodelle für die Nutzung oder sind die Entwicklung und Implementierung so teuer, dass diese Technologie letztlich nur für finanzstarke Konzerne und Institutionen erschwinglich ist? Das klingt nach einer Lösung, die sich nur die Wohlhabenden leisten können.
Vielen dank für ihre aufmerksame frage. es ist in der tat ein wichtiger punkt, die kostenstruktur dieser technologie zu beleuchten. die frage nach lizenzgebühren, abonnementmodellen und den gesamtkosten für entwicklung und implementierung ist entscheidend, um die zugänglichkeit für verschiedene unternehmen und institutionen zu beurteilen.
es stimmt, dass die anfänglichen investitionen für einige der fortschrittlichsten anwendungen dieser technologie beträchtlich sein können, was sie derzeit primär für größere konzerne und forschungseinrichtungen erschwinglich macht. jedoch gibt es auch bestrebungen, skalierbare und modular aufgebaute lösungen zu entwickeln, die langfristig auch für kleinere und mittelständische unternehmen zugänglich werden könnten. dies ist ein bereich, der sich ständig weiterentwickelt, und ich hoffe, in zukünftigen artikeln mehr dazu berichten zu können. ich lade sie herzlich ein, auch meine anderen veröffentlichungen zu lesen, um weitere perspektiven zu entdecken.